So schützen Sie Ihr Facebook-Profil vor Betrügern

Bildquelle: geralt @ pixabay

Einer Facebook-Freundin ist es heute passiert: Ihr Profil wurde „geklont“. Ein Unbekannter hat ein neues Facebook-Konto mit ihrem Namen eröffnet und auch ihr Profilbild verwendet. Mit diesem Profil hat er dann ihrer gesamten Freundesliste Freundschaftsanfragen geschickt. Viele haben arglos angenommen – in der Annahme, sie habe sich neu angemeldet. Zum Glück ist die Sache schnell aufgeflogen. Das gefakte Profil wurde gemeldet und von Facebook innerhalb von wenigen Minuten entfernt.

Was kann aber passieren, wenn das Profil nicht gemeldet wird? Die Betrüger kontaktieren ihre arglosen Opfer (die Freunde des gefakten Profils) per Privatnachricht und versuchen, an Handy- oder Kontonummer zu kommen. Die Presse hat schon oft über diese Fälle berichtet, z.B. hier oder hier.

Was kann man nun tun, damit das eigene Profil nicht geklont wird? Zum Glück hat Facebook da viele Sicherheits-Einstellungen. Nur sollte man diese natürlich aktivieren.

1. Freundesliste nicht öffentlich machen.

Wenn die Freundesliste von Fremden nicht mehr eingesehen werden kann, können auch keine Freundschaftsanfragen an die eigenen Freunde verschickt werden. Das hilft übrigens auch bei Facebook-Apps, bei denen man bei der Installation den Apps Zugriff auf das „öffentliche Profil etc.“ gewährt. So schützt man seine Freunde!

Und so gehts: Auf das eigene Profil gehen, und dort den Reiter „Freunde“ auswählen. Oben rechts ist ein Bleistift-Symbol mit dem Wort „Verwalten“. Hier befindet sich der Punkt „Privatsphäre bearbeiten“. Wählen Sie „Freunde“, „enge Freunde“ oder „nur ich“. Wenn Sie einige Leute in Ihrer Freundesliste haben, die Sie nicht wirklich persönlich kennen, empfiehlt es sich, entweder nur „enge Freunde“ oder „nur ich“ zu nehmen. Sie können auch eine benutzerdefinierte Liste auswählen. Auch bei „nur ich“ können Ihre Freunde noch die gemeinsamen Freunde sehen – nicht aber diejenigen, zu denen sie keine direkte Verbindung haben.

2. Das Profilbild nicht öffentlich machen.

Standardmäßig sind neu hochgeladene Profilbilder immer öffentlich. Das können Sie aber ändern.

Und so gehts: Klicken Sie auf Ihr Profilbild und wählen Sie als Privatsphäreeinstellung „nur Freunde“. Nicht-Freunde können das Profilbild zwar immer noch sehen, aber sie können nicht mehr daraufklicken und somit keine höher auflösende Variante herunterladen. Außerdem können sie nicht die eventuellen Kommentare Ihrer Freunde zu dem Bild lesen. Und drittens können sie so auch nicht auf das Album „Profilbilder“ zugreifen und dort die anderen Bilder sehen bzw. downloaden. Es macht Sinn, bei sämtlichen Profilbildern die Privatsphäreeinstellung entsprechend abzuändern.

3. Überprüfen der eigenen Chronik

Ab und zu sollten Sie Ihre eigene Chronik überprüfen, um zu sehen, wie Ihr Profil für Außenstehende sichtbar ist.

Und so gehts: Klicken Sie auf Ihr eigenes Profil. Rechts unten im Titelbild befindet sich ein Button mit drei Punkten. Klicken Sie darauf und wählen Sie den Punkt „Anzeigen aus der Sicht von“. Sie sehen nun Ihr Profil so, wie es ein Außenstehender „Nicht-Freund“ sieht. Achten Sie insbesondere auch auf Ihre Beiträge. Gegebenenfalls können Sie über diesen Link die Sichtbarkeit Ihrer alten Beiträge einschränken.

4. Seien Sie misstrauisch

Wenn Sie eine Freundschaftsanfrage von jemandem erhalten, mit dem Sie bereits befreundet sind – seien Sie grundsätzlich misstrauisch. Hinterfragen Sie lieber einmal mehr als zu wenig, ob es sich bei demjenigen wirklich um die vermeintliche Person handelt.

Und durchsuchen Sie Facebook mal nach Ihrem eigenen Namen. Vielleicht gibt es längst ein geklontes Profil von dem Ihren, und Sie haben es noch gar nicht gemerkt….?


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